URBAN – 2001

Eine Kollektion, bestehend aus Jacken, Mänteln, Kleidern, Pullover – also Überbekleidung – in schwarz und grau. Gefertigt aus groben, dicken Materialien. Darunter gibt es Hemden und Leibchen in weiß oder schwarz-weiß aus Baumwolle oder Leinen.Innen und Außen wird zum Thema. Wie bei den vorangegangenen Kollektionen ist Schutz und Individualität wieder Mittelpunkt der Arbeit. Zum einen als Abgrenzung und zum anderen auch um sich abzuheben. Grobe Außenbekleidung um sich Distanz zu schaffen, dunkle Farben um nicht zu provozieren aber um sich dennoch nicht dem Mainstream zu unterwerfen.

Material, Verarbeitung: Die Kleidungsstücke aus Wolle, Leinen und Baumwolle wurden mit Latex ergänzt, das in Kombination mit Textilien ein sehr innovatives Material ist. Es gibt Taschen, Gürtel, abnehmbare Ärmel und Kapuzen mit kleinen Latexaccessoires. Jedes Teil hat eine Funktion und verbindet somit Design und Nutzen.Durch die unaufdringliche Farbwahl werden Materialien wie Latex, Accessoires wie Karabienerhaken und die ungewöhnliche Verarbeitung nicht als provokant und unangebracht empfunden, sondern als neu und kreativ.Zur Kollektion ist ein Video von Bernd Pevny erschienen und eine Fotoserie von Dietmar Tollerian.

URBAN und Streetstyles und Dresscodes subkultureller Jugendbewegungen

Das Enddiplom, Oktober 2001Das Vorstudium zur Diplomarbeit führte ich in New York, wo ich von Februar bis Mai 2001 lebte und mich mit den subkulturellen Jugendbewegungen Punk, HipHop, Gothic,…. auseinandersetzte.Zum künstlerischen Projekt – der Kollektion URBAN ist eine umfassende wissenschaftliche Arbeit zu den Stretstyles und Dresscodes der Jugendkulturen entstanden. Das 60 Seiten starke Werk ist ein Versuch die Symbole der Kleidung zu decodieren und durch Aufarbeitung der Hintergründe eine logische Erklärung für den Style zu liefern.Recherchiert wurde in Linz, Wien und New York, mit Interviews von „Szene-Insidern“.

http://www.kapu.or.at/zine/2002-01/text/dresscodes.php